Autovaccine

Autovaccine – was ist das?

Autovaccinen sind Individualarzneimittel, die aus Bakterien des jeweiligen Patienten hergestellt werden.
Generell lassen sich zwei Typen von Autovaccinen unterscheiden:
die AutoColiVaccine und die infektionsbezogene Autovaccine.

Die AutoColiVaccine wird aus E.-coli-Bakterien einer Stuhlprobe des jeweiligen Patienten gewonnen.
Unter den Darmbewohnern haben E.-coli-Bakterien einen besonders starken Einfluss auf das Abwehrsystem.
Gleichzeitig sind die Bakterien als körpereigenes Material gut verträglich.
Der behandelnde Therapeut nutzt die körpereigenen E.-coli-Bakterien deshalb zur individuellen Immuntherapie bei verschiedenen chronischen Erkrankungen.

Für die Herstellung der infektionsbezogenen Autovaccine lässt der Therapeut die Erreger aus dem jeweiligen Infektionsherd isolieren.
Beispiele dafür sind Infektionen der Haut, der Atemwege, des Genitalbereichs, der Harnwege und der Mundschleimhaut.
Die gewonnenen Bakterien werden in einem speziellen Verfahren inaktiviert und zur Autovaccine verarbeitet.
Die enthaltenen Bruchstücke der Bakterien können das Abwehrsystem modulieren, ohne eine Infektion auszulösen.

Mit den Autovaccinen kann das Immunsystem zielgerichtet moduliert und die Selbstheilungskräfte können angeregt werden.
Je nach Erkrankung kommen für die Therapie AutoColiVaccinen oder infektionsbezogene Autovaccinen in Frage.

AutoColiVaccine zur Immunregulation

Durch ihre abwehrregulierende Wirkung ist die AutoColiVaccine bei Erkrankungen wirksam, die mit einer Abwehrschwäche oder mit einer überschießenden Abwehrleistung – wie zum Beispiel bei Allergien – einhergehen.

Daraus ergeben sich folgende Einsatzmöglichkeiten für die AutoColiVaccine:

• Neurodermitis
• Heuschnupfen
• Bronchialasthma, Hausstaubmilbenallergie
• häufige oder chronische Infekte der Atemwege
• häufige oder chronische Pilzerkrankungen
• wiederkehrende Harnwegsinfekte
• Akne

Sind Autovaccinen verträglich?

Autovaccinen sind sehr gut verträglich.
Bei der Anfertigung wird die Dosis Ihrer Autovaccine an Ihre persönlichen Erfordernisse angepasst.
Neben Ihrer eigentlichen Erkrankung fließen unter anderem Ihre Krankheitsgeschichte, mögliche andere Leiden, Ihre allgemeine Abwehrlage und Ihr Alter in die Auswahl der Dosierung mit ein.

Wie lange dauert eine Autovaccine-Behandlung?

Die Behandlungsdauer hängt von der Schwere und Dauer der Erkrankung, Ihrem Alter, eventuellen Vorerkrankungen und dem individuellen Ansprechen auf die Therapie ab.
Während zum Vorbeugen gegen Infekte und Heuschnupfen-Symptome eine zweiwöchige Therapie ausreicht, können chronische Erkrankungen, die bereits über Jahre oder Jahrzehnte bestehen, eine längerfristige Therapie erfordern.

Entscheidend für die Therapiedauer sollten immer Ihr Befinden und die Besserung Ihrer Beschwerden unter der Autovaccine-Anwendung sein.
Auf keinen Fall sollten Sie aber die Behandlung nach einem ersten Erfolg frühzeitig abbrechen.
Vielmehr sollte bis zum Erreichen eines deutlich gebesserten oder stabilen Gesundheitszustands konsequent weiterbehandelt werden.
Dann bietet Ihnen die Autovaccine-Therapie gute Erfolgsaussichten, selbst in Fällen schwerer und lang andauernder chronischer Erkrankungen.

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