Kosten

Sehr geehrte Patienten,

es ist für mich selbstverständlich und durchaus üblich, die voraussichtlichen Behandlungskosten mit Ihnen vorab zu besprechen. Ich möchte aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich um voraussichtliche und keinesfalls um verbindliche Kosten handelt. Es können im Laufe der Behandlung Änderungen in Aufwand und Dauer entstehen, die nicht voraussehbar sind, die zu Kostensteigerung oder Kostenminderung führen können. 

Auch Beratungsgespräche gehören zu dieser Berechnung. 

Bezahlung/Honorar

Die Bezahlung erfolgt bar nach jeder Behandlung oder sofort nach Erhalt der Rechnung.

Die Gewährung der Vergütung ist nicht vom Heilerfolg abhängig, es besteht jedoch für den Heilpraktiker die Verpflichtung zu einer gewissenhaften Behandlung, unter Beachtung der Aufklärungs- und Sorgfaltspflicht. Dies ist für mich selbstverständlich.

Rechtsprechung zum Ausfallhonorar für Bestellpraxen

Heilpraktiker arbeiten in der Regel in sog. Bestellpraxen, also Praxen, in denen mit längeren Terminvorläufen gearbeitet wird. Zur Behandlung wird jeweils immer nur ein Patient einbestellt. Daher kann die Behandlungszeit im Gegensatz zu klassischen Wartezimmer-Praxen nicht so flexibel gesteuert werden, da kein anderer Patient gleichzeitig bestellt wird. Bei solchen Bestellpraxen gewährt die Rechtsprechung dem Heilpraktiker bei Nichterscheinen des Patienten bzw. bei nicht rechtzeitiger Absage (mind. 48 Stunden vorher) ein Ausfallhonorar. Dabei ist die Ausfallursache unerheblich. Das Ausfallhonorar kann bis zum anberaumten Sitzungshonorar ausfallen.

Informationen zu meiner Abrechung

Gebührenordnung für Heilpraktiker von 1985 (GebüH)

Die Aufstellung meiner Leistungen in Form von Liquidationen, setzt sich in der Regel aus mehreren Ziffern der Gebührenordnung zusammen und ist grundsätzlich auch nach dieser gegliedert.

Die Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH) von 1985, die anders als die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) keine verbindliche Gebührentaxe für Heilpraktiker darstellt, dient mir lediglich als Berechnungshilfe meiner Honorare.

Berechnungshilfe deshalb, weil es sich bei der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH) von 1985, lediglich um ein Verzeichnis der meisten Heilpraktikerleistungen (Diagnosen und Therapien) in Form einer statistischen Erhebung Anfang der 80er Jahre handelt.

Sie ist also über 30 Jahre !!! alt. Sie können sich sicherlich vorstellen, dass eine kostendeckende Kalkulation meiner Leistungen als Heilpraktikerin, allein auf der Basis von durchschnittlichen Preisen Anfang der 80er Jahre, heute nicht mehr möglich und vor allem nicht finanzierbar ist.

Bei Abrechnungen zur Einreichung bei privaten Krankenversicherungen wird nach der GebüH mit dem Faktor 1,8 bis 3 abgerechnet. 

Ein leidiges Thema

Leider halten sich viele private Krankenversicherungen bei der Übernahme der Heilpraktikerkosten an der GebüH von 1985 fest. Für Sie als Patient(in) und Versicherte(r) bedeutet dies, dass Ihre Erstattungen sich dann auch nur nach den Sätzen der GebüH mit dem einfachen Satz von 1985 richten und erstattet werden. 

Dies kommt auf ihren individuellen Vertrag bei Ihrer Versicherung an. 

Bitte erkundigen Sie sich am besten vor Behandlungsbeginn bei Ihrer Versicherung. 

Die Folge

Obwohl Heilpraktiker(innen) nicht an die Gebührensätze der GebüH von 1985 gebunden sind, kürzen private Krankenversicherungen oftmals die Erstattungsbeträge mit dem Hinweis, dass der/die Heilpraktiker(in) sich nicht an die Gebührensätze der GebüH von 1985 halte und somit zu teuer sei.

Ich hoffe, dass ich mit meinen obigen Ausführungen dazu beitragen konnte, diesen ungerechtfertigten Vorwurf fundiert und transparent zu entkräften bzw. zurückzuweisen.

Tipp!

Ich rate Ihnen daher, in allen Fällen eines Abschlusses bzw. Wechsels Ihrer privaten (Zusatz-) Krankenversicherung, die entsprechenden Leistungen zu vergleichen und im Zweifelsfall Ihren Versicherungsvertreter zu fragen.

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