Reizdarmsyndrom/Divertikel

Tatsächlich ist der Reizdarm eine der häufigsten Magen-Darm-Erkrankungen in Deutschland.

Früher auch als „nervöser Darm“ bezeichnet, äußert sich ein Reizdarm durch einige typische Symptome, die immer wieder auftreten, manchmal auch gleichzeitig:

• Verstopfung
• Durchfall
• Blähungen
• Blähbauch
• Bauchschmerzen

Was ist ein Reizdarm eigentlich genau? Beim Reizdarm ist die Funktion des Darms beeinträchtigt,  jedoch lassen sich keine organischen Ursachen finden, welche diese Beeinträchtigung erklären könnten.
Deshalb werden Reizdarm-Patienten immer wieder einmal für Simulanten gehalten werden.

Für Betroffene sind die bei einem Reizdarm auftretenden, andauernden Beschwerden jedoch äußerst unangenehm und beeinträchtigen die Lebensqualität stark.
Das Reizdarmsyndrom ist nicht mit einem erhöhten Risiko für andere Darmerkrankungen verbunden, Betroffene erkranken jedoch häufiger an depressiven Erkrankungen. Ein Reizdarm ist nicht lebensgefährlich.

Den Reizdarm-Ursachen auf der Spur
Darmbarriere

Die Darmbarriere wehrt als Schutzwall Schadstoffe und Krankheitserreger ab.
In Studien konnte nachgewiesen werden, dass bei Patienten mit Reizdarmsyndrom die Barrierefunktion des Darms beeinträchtigt ist. Das hat zur Folge, dass Schadstoffe und Krankheitserreger in die Darmwand eindringen können und dort winzige Entzündungen auslösen, was zu einer ständigen Irritation und Reizung des Darms führt.
Die für Reizdarm typischen Symptome wie Verstopfung, Durchfall oder Blähungen treten auf.

Darmflora

Eine gestörte Darmflora beeinträchtigt die Darmgesundheit empfindlich.
Häufige Antibiotikaeinnahmen zerstören nicht nur die krankmachenden Bakterien, sondern auch die guten Darmbakterien werden getötet.
Deshalb sollte nach Antibiotikaeinnahme die Darmflora in ihrer Neubesiedelung von guten Darmbakterien unterstützt werden.

Natürliche Mittel sind Naturjoghurt und fermentierte Lebensmittel, wie rohes Sauerkraut. Diese nähren die gesunden Darmbakterien.
Prä- und Probiotika können den Aufbau der Darmflora ebenfalls positiv unterstützen.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Nahrungsmittelallergien

Bei Reizdarmpatienten liegt in den meisten Fällen auch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder sogar eine Nahrungsmittelallergie vor.
Die Lebensmittel, die Unverträglichkeiten oder Allergien auslösen, sollten strikt gemieden werden.

Divertikel

Divertikel sind Ausstülpungen von Wandteilen im Darm. Es werden echte von falschen Divertikeln unterschieden.
Divertikel entstehen meist im Dickdarm, durch eine Darmwandschwäche in Kombination mit erhöhtem Darminnendruck.

Häufig leiden Patienten mit Divertikeln zusätzlich an Nahrungsmittelunverträglichkeiten/allergien, die das Krankheitsbild der Divertikel ungünstig beeinflusst.
Werden die auslösenden Lebensmittel vermieden, bessert sich häufig auch das Beschwerdebild der Divertikel.

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