Wissenswertes zu Herz-Kreislauf-Training

Das Herz, der Motor unseres Körpers. Auch dieser Motor will gefordert und gepflegt werden. Ein

Was leistet unser Herz? Das Herz pumpt täglich rund  5 Liter Blut pro Minute durch den Körper.

Rund drei Milliarden Mal schlägt das Herz im Laufe eines Menschenlebens und pumpt dabei etwa 250 Millionen Liter Blut durch den Körper – eine unglaubliche Leistung, mit der kein anderer Motor so schnell mithalten kann.

Umso schlimmer ist es für den menschlichen Körper, wenn das Herz – unser wichtigster Muskel – krank wird und an Leistungsfähigkeit verliert. Das kommt häufig vor: Seit Jahren sind Herz-Kreislauferkrankungen die Todesursache Nummer 1 in Deutschland. Im Jahr 2010 waren laut Statistischem Bundesamt 41 Prozent aller Todesfälle darauf zurückzuführen.

Anatomie des Herzens

Die Anatomie des Herzens ist einmalig: Der etwa faustgroße und im Durchschnitt 300 – 500 Gramm schwere Muskel liegt zwischen den beiden Lungenflügeln etwas nach links versetzt, schräg hinter dem Brustbein. Der Herzbeutel, ein Sack aus Bindegewebe, hält das Herz an seinem Platz. Zusammen mit den Blutgefäßen bildet das Herz das sogenannte Herz-Kreislaufsystem und pumpt mit rhythmischen Kontraktionen pro Minute rund fünf Liter Blut durch den Körper.

Genauer betrachtet besteht das Herz aus zwei im gleichen Takt schlagenden Pumpen, die durch die Herzscheidewand voneinander getrennt sind. Die rechte Pumpe versorgt den Lungenkreislauf. Die linke Pumpe pumpt über die Hauptschlagader (Aorta) Blut in den Körperkreislauf und versorgt so sämtliche Körperzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen und transportiert Endprodukte aus dem Zellstoffwechsel wie Kohlendioxid wieder ab.

Jede Herzhälfte besteht aus zwei Hohlräumen, einem Vorhof (Atrium) und einer Herzkammer (Ventrikel). Im rechten Vorhof sammelt sich das sauerstoffarme Blut aus dem Körperkreislauf, im linken Vorhof das sauerstoffreiche Blut aus der Lunge. Die linke Herzkammer ist von einer starken Muskelschicht umschlossen, da sie die Hauptlast zu tragen hat, indem sie das sauerstoffreiche Blut aus dem linken Vorhof in den gesamten Körperkreislauf pumpt. Die rechte Herzkammer pumpt das sauerstoffarme Blut aus dem rechten Vorhof in den Lungenkreislauf.

Die Herzkammern werden von Herzklappen verschlossen. Die vier Herzklappen regeln den Blutfluss im Herzen, indem sie das Blut in die richtige Richtung lenken und einen Rückfluss in die Vorhöfe verhindern. Die Herzklappen müssen sich einerseits weit genug öffnen, damit genügend Blut in die Kreisläufe gelangt. Andererseits müssen sie dicht schließen, damit es nicht zum Rückfluss kommt. Die Herzklappen können im Laufe eines Lebens jedoch undicht werden oder verkalken und dadurch eng werden und in der Folge zu einer Herzschwäche führen.

Die Ursachen für Herzerkrankungen

Die häufigsten Gründe für Herzerkrankungen sind eine Verengung der Herzkranzgefäße, Herzrhythmusstörungen und eine Herzmuskelschwäche.

Sind die Koronararterien (Gefäße, die das Herz selbst versorgen) verengt, führt dies oft zum Herzinfarkt.

Leidet ein Mensch an Herzschwäche (Herzmuskelschwäche, Herzinsuffizienz), kann sein Herz nicht mehr ausreichend Blut durch den Körper pumpen. Man unterscheidet die chronische Herzinsuffizienz, die sich über Monate und Jahre entwickelt, und den Notfall einer akuten Herzinsuffizienz, der sofort behandelt werden muss.

Ursache für eine Herzschwäche gibt es mehrere, zum Beispiel Bluthochdruck (siehe unten), ein Herzklappenfehler oder die koronare Herzkrankheit (KHK).

Auch eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) führt mitunter zu einer Herzschwäche. Herzmuskelentzündungen werden oft durch Viren, Bakterien oder Parasiten ausgelöst. Ist zudem der Herzbeutel (Perikard) entzündet, spricht man von einer Perimyokarditis.

Gefährliche Herzrhythmusstörungen

Unregelmäßigkeiten des Herzschlages bezeichnet man als Herzrhythmusstörungen. Hier wird zwischen einer zu langsamen Schlagfolge und einer zu schnellen Schlagfolge unterschieden. Hierbei gilt die schnelle Herzrhythmusstörung als wesentlich gefährlicher, weil Sie häufig Auslöser von Schlaganfällen (Apoplex) ist.

Bei Herzrhythmusstörungen gerät das Herz immer wieder aus dem Takt. Dies kann extrem gefährlich werden.

Risikofaktor Bluthochdruck

Einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herzerkrankungen ist Bluthochdruck (Hypertonie). Ist der Blutdruck zu hoch, muss das Herz gegen einen großen Widerstand in den Adern anpumpen. Dadurch verdickt sich mit der Zeit der Herzmuskel und verliert an Elastizität. Folgen des Bluthochdrucks können eine koronare Herzkrankheit, eine Herzschwäche oder ein Schlaganfall sein. Ein zu hoher Blutdruck belastet nicht nur das Herz, er schädigt auch die Blutgefäße.

Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) erhöhen das Risiko für eine Herzerkrankung massiv. „Das Übergewicht steht in engem Zusammenhang mit allen genannten Risikofaktoren. Wer sein Gewicht im Normalbereich halten kann, mindert sein Risiko für Herzerkrankungen darum enorm.

Warum ist ein Herz-Kreislauf-Training so wichtig?

 

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